
Floresta entstand im Jahr 2020, während des Lockdowns, als eine unerwartete Stille den hektischen Rhythmus der Menschheit zum Stillstand brachte. Angetrieben von ihrem ständigen Schaffensdrang begann Maria Lluïsa Aguiló dieses Projekt ausgehend von der genauen Beobachtung einer Blume – des Alpenveilchens –, deren anmutige und leichte Bewegung an den freien Tanz von Loie Fuller und Isadora Duncan erinnert.
Aus dieser Betrachtung entstehen verschiedene Serien, in deren Mittelpunkt jeweils dieselbe Blume steht, die in vielfältigen Perspektiven und Variationen dargestellt wird. Das Projekt erhält jedoch eine neue Dimension, als zahlreiche Menschen beginnen, der Künstlerin Bilder von Blumen zu schicken, die sie in Gemälde verwandelt zurückschickt. So wächst der Garten Tag für Tag: Jedes Werk wird zu einem intimen und meditativen Ritual, das mit den Gedanken bei der Person ausgeführt wird, die diese Blume geschenkt hat. So entsteht ein Universum aus Lichtern, sinnlichen Formen und intimen Mikrokosmen der Natur, das sich ausdehnt und schließlich Tausende von Blumenmotiven umfasst.